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Förderung des NGA-Breitbandausbaus in der Stadt Bad Schmiedeberg

Förderung des NGA-Breitbandausbaus in der Stadt Bad Schmiedeberg

Projektbeschreibung:

Grundlage ist hier die Breitbandförderrichtlinie Sachsen-Anhalt Ziffer 7.6.1

a)    Titel und Wortlaut der Breitbandförderrichtlinie

Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung des Next Generation Access-Breitbandausbaus in Sachsen-Anhalt NGA-RL LSA

RdErl. der StK vom 27.10.2015 – 46-2806-1

Förderrichtlinie des Bundes zur Unterstützung des Breitbandausbaus im der Bundesrepublik Deutschland, erste überarbeitete Version vom 20.06.2016

b)    Name des Zuwendungsempfängers

Stadt Bad Schmiedeberg

c)    Höhe des Investitionszuschusses

Die Höhe des Investitionszuschusses/Zuwendung beträgt  283.211,40 €

d)    Höhe und Intensität der Förderung

Der Gesamtbetrag der zuwendungsfähigen Ausgaben beträgt 519.220,00  € und enthält Ausgaben des Netzbetreibers Deutsche Telekom zur Schließung der Wirtschaftlichkeitslücke und die Aufwendungen für Planungs- und Beratungsleistungen.

Die Höhe der Wirtschaftlichkeitslücke liegt bei 472.019,00 €

Die Planungsleistungen liegen bei einer Höhe von 47.201,90 €

Es findet hier eine Kombination aus Bundes- und Landesfördermitteln (ELER) statt. In Bezug auf die Höhe der Wirtschaftlichkeitslücke beträgt die Förderquote des Bundes 50 % und die Förderquote des Landes 50 %.

Die einzelnen Zuwendungen sind dabei wie folgt aufgeschlüsselt:

  • Förderung aus dem ELER Infrastrukturfond: 283.211,40 €
  •  Bundesförderung des BMVI:                      236.009,50 € 

e)    Darstellung, in welchen Gebieten gefördert wird

Die im ländlichen Raum befindlichen Ortsteile Priesitz, Körbin-Alt, Körbin-Neu, Merschwitz, Pretzsch, Patzschwig  und Splau sollen durch ein NGA-Breitbandnetz für eine asymmetrische Versorgung mit mind. 50 Mbit/s Download erschlossen werden. Gewerbegebiete und Schulstandorte, die mittels FTTB-Netzen mit einer symmetrischen Breitbandversorgung ausgebaut werden müssen, existieren in den unterversorgten Ausbaugebieten nicht.

f)      Darstellung, welche Technologien und welche Infrastrukturen durch die Förderung ermöglicht werden

Zur Versorgung der Privathaushalte und Kleingewerbebetriebe wird ein Hybridnetz konzipiert, das aus FTTC- und FTTB-Komponenten besteht. In den FTTC-Netzteilen wird die VDSL-Technologie und in den FTTB-Netzteilen die GPON-Technologie eingesetzt. Diese Technologien generieren Downloadbandbreiten von 50 bis 100 Mbit/s.

Die Gewerbegebiete mit  flächendeckendem  FTTB-Ausbau befinden sich nicht in den unterversorgten Ausbaugebieten.

Das zu errichtende Breitbandnetz weist die folgenden Eckdaten und Parameter auf:

  • Durchführung von 8,30 km Tiefbauarbeiten
  • Bau von 5,47 km oberirdischer Linientechnik
  • 47,70  km neu zu errichtende Glasfaserstrecken – es wird größtenteils Glasfaserkabel in vorhandene Leerrohre der Deutschen Telekom eingezogen
  •  0,95  km neu zu errichtende Leerrohranlagen, ansonsten werden vorhandene Leerrohranlagen genutzt
  • 13  Netzverteilereinrichtungen werden in Form von Multifunktionsgehäusen und Glasfasernetzverteilern errichtet. 

g)    Darstellung, welche Leistungen (Geschwindigkeiten) durch die Förderung ermöglicht werden

50 Mbit/s Download und 10 Mbit/s Upload für Privathaushalte, öffentliche Institutionen, landwirtschaftliche Betriebe und Kleingewerbebetriebe

In den ausgeschriebenen Ausbaugebieten befinden sich keine Gewerbegebiete, die mit mind. 100 Mbit/s symmetrisch versorgt werden müssen.

h)    Vorleistungspreise für den Netzzugang

Die Preise und Entgelte für die Vorleistungsprodukte der Deutschen Telekom unterliegen der Regulierung durch die BNA – Bundesnetzagentur und können dort aktuell abgefragt werden. 

Nachfolgend sind für die wichtigsten Vorleistungsprodukte der Deutschen Telekom und die typischen aktuellen regulierten Entgelte aufgeführt (netto, ohne MWSt.):

  • Entbündelte Teilnehmeranschlussleitung TAL (Kupferdoppelader) vom HVt zum Endnutzer: 10,02 € monatlich
  • Entbündelte Teilnehmeranschlussleitung TAL (Kupferdoppelader) vom KVz zum Endnutzer: 6,77 € monatlich
  • Unbeschaltetes Glasfaserpaar vom HVt zum KVz: pauschal 46,76 € monatlich
  • Freier Kabelzug in einem Kabeschutzleerrohr vom HVt zum KVz: 0,04 € p. lfd. m monatlich
  • Bitstromzugang Layer 2 für VDSL 50 Mbit/s vom einem IP-Zugangsknoten zum Endnutzer: 18,56 € monatlich
  • Bitstromzugang Layer 2 für Vectoring 100 Mbit/s von einem IP-Zugangsknoten zum Endnutzer: 19,10 € monatlich
  • Bitstromzugang Layer 3 für VDSL 50 Mbit/s: 25,32 € monatlich

i)      Datum der voraussichtlichen Inbetriebnahme des Netzes

Bis spätestens Dezember 2019  wird das neu zu errichtende Breitbandnetz in der Stadt Bad Schmiedeberg  in Betrieb genommen.

j)      Vorleistungsprodukte

Dark Copper = entbündelte Teilnehmeranschlussleitung = unbeschaltete Kupferdoppelader vom Hauptverteiler zum Endnutzer oder vom Kabelverzweiger zum Endnutzer in FTTC-Netzen

Dark Fiber = unbeleuchtete Lichtwellenleiterfasern von einzelnen Netzelementen/Kabelverzweigern  zum nächst gelegenen Hauptverteiler der Deutschen Telekom bei FTTC-Netzen oder vom einzelnen Endkunden bei FTTB-Netzen

Duct Space = freier Kabelzug in einem vorhandenen Leerrohr zum Einziehen eines eigenen Kabels vom Hauptverteiler zum Kabelverzweiger bei FTTC-Netzen oder zum Endkunden bei FTTB-Netzen

Bitstream Access = gemanagter Bandbreitendienst als Layer 2- oder Layer 3-Produkt von einem definierten IP-Netzknoten der Deutschen Telekom zum Endnutzer

k)    Zahl der Zugangsinteressanten und Diensteanbieter im Netz

Das geförderte Breitbandnetz in der Stadt Bad Schmiedeberg  wird von der Deutschen Telekom geplant, gebaut und betrieben. Neben der Deutschen Telekom wird erfahrungsgemäß auch der Diensteanbieter 1&1 dieses Netz nutzen. Entsprechende Verträge zum Netzzugang und zur Netznutzung zwischen diesen beiden Parteien existieren bereits.

l)      Zahl der an das Netz potenziell anzubindenden Anschlüsse

Nach dem abgeschlossenen Netzausbau stehen in Summe 952 Anschlüsse zur Nutzung zur Verfügung, von denen ca. 10% über FTTB und ca. 90% über FTTC realisiert werden.

Diese lassen sich wie folgt segmentieren:

  • 822  Haushalte mit mind. 50 Mbit/s Download
  • 10 öffentliche, institutionelle Anschlüsse mit mind. 50 Mbit/s Download
  • 117 Gewerbebetriebe mit mind. 50 Mbit/s Download
  • 0 Unternehmen mit bis zu 1 Gbit/s symmetrische Versorgung

m)   Nutzungsgrad (voraussichtlich)

Erfahrungsgemäß kann mittelfristig von einem Nutzungsgrad in Höhe von 50 bis 60% aller geschaffenen, vorhandenen Anschlüsse gerechnet werden.

 

            Stadt Bad Schmiedeberg

            Finanzverwaltung- und Bauamt

            Im Auftrag Bernd Gottschalk